27 % Kostensenkung durch Cost Down Engineering in der Kabelkonfektion 

Ein Automobilzulieferer beauftragte uns mit der Reduktion der Herstellkosten eines bestehenden Hochvolt-Kabelsatzes. Das Produkt war bereits in Serie, aber die Marge geriet durch steigende Rohstoffpreise unter Druck. Eine Neukalkulation war intern nicht durchsetzbar – es musste technisch gespart werden.

Analyse

Materialstückliste bestand aus 47 Einzelkomponenten

3 Varianten durch geringe Konfigurationsunterschiede (Stecker/Crimpung)

Hoher Anteil manuelle Arbeit (>60 % der Gesamtkosten)

Kein Standardisierungsgrad bei Kabellängen, Querschnitten und Steckerfamilien

Maßnahmen

Redesign für Standardisierung

Reduktion auf eine Steckerfamilie, Angleichung der Kabellängen

Crimpverbinder durch IDC-Technologie ersetzt

Senkung der Montagezeit um 34 %

Integration von Funktionsleitungen

zwei Kabelsätze zu einem kombiniert

Verlagerung der Vormontage

Verlagerung in das Werk in Osteuropa (vorher manuelle Endmontage in DE)

Ergebnis

Fazit

Cost Down Engineering ist kein Sparen mit der Brechstange – sondern systematisches Infragestellen von Altbewährtem. Wer Wertschöpfung neu denkt, schafft Raum für Marge – und bleibt wettbewerbsfähig.