41 % Einsparung durch Auswahl kommerzieller Steckverbinder

Ein international tätiger Maschinenbauer trat mit der Aufgabe an uns heran, die Stückkosten eines modularen Steuerungssystems zu senken. Die Serienfertigung war angelaufen, aber die Kabelkonfektion war überproportional teuer – insbesondere durch die Verwendung hochpreisiger Industriesteckverbinder.

Analyse

In der Konstruktion wurden durchgängig vollgeschirmte, IP67-zertifizierte Rundsteckverbinder verwendet

Tatsächlicher Einsatzort: geschützter Innenbereich im Schaltschrank

Preis pro Stecker: >18,00 €, obwohl nur IP20 notwendig gewesen wäre

Der Designentscheid war vor Jahren aus "Sicherheitsdenken" gefallen – aber nie mehr hinterfragt worden

Maßnahmen

Technische Re-Validierung der Anforderungen

Keine Notwendigkeit für IP67, Schirmung in dieser Anwendung irrelevant

Auswahl wirtschaftlicher, kommerzieller Steckverbindungen (IP20, Kunststoff)

Steckverbindung mit funktionalem Äquivalent für 3,90 € statt 18,00 €

Änderung in Konstruktionsdokumentation & Zeichnungen

Standardisierte Artikelnummern + neue Referenzkonstruktion

Schulung der Konstruktionsteams auf DFM (Design for Manufacturability)

Integration in Freigabeprozess: techn. Anforderung ≠ Wunschlösung

Ergebnis

Fazit

Zu teure Komponenten sind selten ein technisches Problem – sondern ein Folgefehler fehlender wirtschaftlicher Bewertung in der Konstruktion.
Cost Down Engineering heißt auch: zurück zur Vernunft – und weg vom „Over-Engineering“.

Tech Dialogues – Electrifying Mobility

Eine gemeinsame Veranstaltung von Mikrocentrum High Tech Platform und der DNHK